Achim, 20.06.2015, von K. Döring

Bereichsausbildung Retten aus Höhen und Tiefen

Am Samstag, 20.06.2015 stand einmal mehr das Thema „Retten aus Höhen und Tiefen“ auf dem Ausbildungsplan. Zu der Bereichsausbildung waren Einsatzkräfte aus verschiedenen Ortsverbänden des Verdener Geschäftsführerbereiches nach Achim gekommen. Michael Döring vom OV Achim ist ausgebildeter Höhenretter und erklärte seinen Teilnehmern zunächst in einer theoretischen Einführung alles Wissenswerte zur „persönlichen Schutzausstattung gegen Absturz“ (kurz PSAgA).

Viel spannender war es aber, das neue Wissen in die Praxis umzusetzen. Und so ging es für die praktische Ausbildung wieder zu einer Brücke in Achim. Erst einmal Festpunkte, Gurte, Rundschlingen und Karabiner angelegt, angezogen und festgemacht. Und dann „richtig schön abhängen“. Es gehörte schon einiges an Mut dazu, sich von der acht Meter hohen Brücke rücklings abzulassen. Wenn die Retter dann endlich „in den Seilen hingen“, war es gar nicht mehr so schlimm und während sie sich gemütlich abseilten, konnten sie gleich auch noch die schöne Aussicht genießen. Anstrengender war der Weg in die andere Richtung: um sich mit eigener Muskelkraft wieder hochzuziehen, brauchten die THWler einiges im Ärmel. Der eine oder andere scheiterte an der fehlenden Muskelmasse in den Armen und wählte lieber den Fußweg zurück auf die Brücke.

Geübt wurde auch das sogenannte „begleitete Abseilen“. Hierbei hängte sich eine weitere Person in das Rettungsgeschirr des Retters mit ein und wurde gleichzeitig mit ihm abgelassen. Besonders schwierig erwies sich das Retten von „verletzten“ Personen,  die auf einem Stützpfeiler versetzt unterhalb der Brücke lagen. Hier mussten die Retter zunächst eine Strategie entwickeln, um diese seitliche Distanz zu überwinden. Mit einigen Tricks, Geschick und viel Körpereinsatz klappte auch dies. Am Ende des Tages waren alle sichtlich geschafft und fuhren mit jeder Menge neuem Fachwissen zurück in ihre Ortsverbände.

 

Eine Rettung aus Höhen und Tiefen mit PSAgA kommt immer dann zum Zuge, wenn der Zugang beispielsweise zu einer Person mittels Drehleiter oder Hebebühne nicht möglich ist, weil die Einsatzstelle in unwägbarem Gelände liegt oder nicht genügend Platz für die entsprechenden Einsatzfahrzeuge vorhanden ist.


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