11.01.2015, von K. Döring

Erster Einsatz des ESS-Trupps

Als Sturmtief "Felix" am Samstag über Deutschland fegte, wurden vielerorts Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt. THW und Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz. Und so wurde auch erstmalig der ESS-Trupp des OV Achim alarmiert. Erst seit August 2014 verfügt der Ortsverband über ein Einsatz-Sicherungssystem (ESS). Mit diesem können Bewegungen von gefährdeten Abschnitten wie Deichen, Hängen (Erdrutsche) und einsturzgefährdeten Gebäudeteilen überwacht werden.

In Nienhagen (Kreis Celle) war an der Grundschule ein Teil der gemauerten Fassade vom Sturm losgerissen worden und Trümmer der ca. 6 m hohen Vormauerschale herabgestürzt. Unklar war, ob die gesamte Giebelwand, von der sich die Vormauerschale gelöst hatte, beeinträchtigt war. Aus diesem Grund wurde der ESS-Trupp des THW Achim angefordert. Da der Baufachberater des THW Achim nicht zur Verfügung stand, wurde zusätzlich der Baufachberater des THW Uelzen alarmiert.

Aufgabe des Baufachberater ist es, im Einsatzfall den Einsatzleiter der Feuerwehr und ggf. den Baulastträger (hier die Vertreter der Kommune) zu beraten und eine baufachliche Einschätzung der Schadens- und Gefährdungslage abzugeben. Nach einer Lageeinweisung und Begehung der Grundschule wurde die Lage für die Giebelwand als nicht gefährlich eingeschätzt. Der Einsatz des ESS-Trupp schien nicht erforderlich und die Achimer Einsatzkräfte konnten umgehend ihren Heimweg antreten.

Das THW Celle stütze eine ebenfalls betroffene Seitenwand mittels Einsatz-Gerüst-System (kurz: EGS) ab und  beschwerte das Gerüst zusätzlich mit vier 1.000-Liter-Wasserbehältern, um dem Gewicht der potentiell kippgefährdeten Vormauerschale entgegenzuwirken.

Das THW hat wieder bewiesen, dass durch die bundesweit einheitliche Ausbildung, Ausstattung und Struktur ein Zusammenwirken von Kräften aus unterschiedlichen Ortsverbänden und Einheiten völlig problemlos möglich ist.


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