01.11.2014, von K. Döring

„Wir brauchen hier einen Rettungswagen; verletzte Personen nach Gasexplosion“…

hallten Rufe über das Gelände des OV Achim. Was sich nach einem Schreckensszenario anhört, war jedoch Teil einer Ausbildungsveranstaltung vom THW Achim, der Kreisgruppe Elbe-Weser-Dreieck des Deutschen Reservistenverbandes und der Freiwilligen Feuerwehr Achim-Uesen.

Die Veranstaltung war eine Aktion im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ). Hierbei geht es darum, Abläufe zu trainieren, die in einem möglichen Katastrophenfall unter Einbindung der Bundeswehr durch die zivilen Hilfsorganisationen wie THW und Feuerwehr anstehen würden.

Hans Hoffmann, Baufachberater des THW Achim und gleichzeitig stellvertretender Ortsbrandmeister der  Uesener Feuerwehr sowie Mitglied und Ausbilder der Reservisten-Kreisgruppe Elbe-Weser-Dreieck hatte das ZMZ-Training organisiert.  „ Ziel ist es, möglichst schnell und effektiv gemeinsam Hilfe leisten zu können“, erklärte er zu Beginn der Veranstaltung. „Euch erwartet ein spannender Tag mit einer Vielzahl neuer Informationen, der ganz im Zeichen von technischer Ausbildung und Hilfeleistung steht“. Nachdem am Vormittag neuestes Fachwissen zu den Themen Brandschutz, Retten und Bergen in theoretischer Form vermittelt wurde, stand der Nachmittag ganz im Zeichen der praktischen Anwendung: Einsatzkräfte des OV Achim hatten mehrere Schaden-Szenarien auf dem Übungsgelände des THWs aufgebaut. Dazu gehörten selbstverständlich auch  realistisch geschminkte „Verwundete“ mit unterschiedlichsten Verletzungen, die aus verschiedenen Lagen gerettet und medizinisch versorgt werden mussten

Auch die realitätsnahe Unterweisung durch die Feuerwehr Uesen hatte es in sich. Hier trieb nicht nur die Nähe zu den Flammen einigen Teilnehmern die Schweißperlen auf die Stirn: Sowohl das richtige Löschen mit einem Feuerlöscher als auch das Ablöschen einer brennenden Person mit einer Löschdecke musste bewältigt werden. Beim Umgang mit  einem sogenannten „Impulse Fire Extinguishing System“ erfuhren die Teilnehmer am eigenen Leib die Rückschlagkraft des Brandbekämpfung-Systems. Hierbei wird Wasser nicht wie üblich als Strahl ins Feuer gebracht, sondern per Luftdruck mit bis zu 25 bar Druck als feiner Wassernebel aus einem Stahlzylinder geschossen.

Am Ende der Ausbildung waren sich alle Beteiligten sicher, das das gemeinsame Training auch im nächsten Jahr wieder stattfinden sollte und somit ein fester Bestandteil im Jahresprogramm von Reservisten, Feuerwehr und THW wird. „Es macht Sinn, dass sich die Bundeswehr das Wissen, das bei den zivilen Hilfs- und Rettungsdiensten vorhanden ist, nicht selbst aneignet, sondern  das Potenzial im Rahmen von solchen Veranstaltungen nutzt“, betonte Hoffmann abschließend und zog mit allen Beteiligten in der Abschlussbesprechung eine durchweg positive Bilanz.


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